Schaufel für Schaufel – liebevolles Umgraben

Veränderung - der zaghafte erste Schritt "Guten Morgen! Guten Morgeeeeeen!! GUTEN MORGEEEEEENNNN!!!!!! Strahlend stehe ich heute auf den Stufen meiner Veranda und blicke in meinen Garten. Und der? Der strahlt zurück! Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Kronen meiner Bäume, zerstreuen sich in ihnen, stürzen sich durch die Äste, um ihr zartes Licht auf bunte Blumen, blühende Büsche und auf frischgrüne Knospen zu werfen. Die frischen Farben fangen das Licht ein, saugen es auf und werfen es samt ihrer bunten Farben in die Welt hinaus. Auch die Tautropfen empfangen die zarten Sonnenstrahlen aufgeregt. Sie brechen ihr Licht, zerstreuen es in alle Regenbogenfarben, um dann in ihrem Farbenmeer einen glitzernden Tanz zu vollführen. Strahlend schön dieses Zusammenspiel aus Licht und Farbe. ..."

Den Garten umgraben – Alles auf Anfang

Die ersten Schritte zu meinem Traum "Heute liegt er da, nicht wie ein Garten voller Aufgaben, sondern wie ein Garten voller Möglichkeiten. Ich schaue den friedlich grasenden Schafen zu, weil sie sanft den Rasen kurz halten, dabei die Erde auflockern und sie auch noch düngen. Ich muss weder mähen, noch die Erde umpflügen, noch den Rasen düngen. All das passiert von selbst. Ich muss nur die Schafe hinein lassen. Auch die Blumen, können sich in Ruhe vermehren. Die Bienen sind es, die diese Aufgabe übernehmen. Ich darf sie dabei nur nicht stören. Meine Bäume, sind bereits stark genug. Schädlinge und Unkraut können ihnen nicht viel anhaben. Wenn ich die Sträucher noch ein wenig Pflege, werden auch sie stark genug sein sich selbst zu versorgen. Ich muss meine Pflanzen nicht schützen, ich muss sie nur stärken, dann können sie das ganz alleine...."

Die Leiter in meinem Garten

Das gesunde Maß des Helfens "Während ich noch überlege, welcher Arbeit ich mich heute widme, höre ich ein lautes Knacken. Erschrocken drehe ich mich in die Richtung, aus der das Geräusch ertönte. Und sehe meinen wunderschönen Magnolienbaum, dessen unterster Ast mit seinem Gleichgewicht zu kämpfen scheint. Besorgt eile ich zu ihm, um mir das genauer anzusehen. Bei näherer Betrachtung sehe ich sie, die Einbohrlöcher von Borkenkäfern. Sie müssen sich heute Nacht unter seine Borke gegraben haben und richten nun in seinem empfindlichen Holz ihren Schaden an...."

Ein stürmischer Tag

Wenn am Leben bleiben alles ist, was geht "Grau. Windig. Keine Vögel. Keine Schafe. Der Monsun von gestern hat seine Spuren hinterlassen. Verbittert starre ich in den Garten. Ein Nebel hängt über ihm und lässt meinen Blick verschwimmen. An meinem Teich sitzt ein Reiher. Vom Kompost weht ein beißender Geruch herüber. Ich schiebe die Tasse frischen Kaffees unter meine Nase, schließe meine Augen und atme den Duft ein. Vor meinem inneren Auge lasse ich Sonnenstrahlen durch die Wolken tanzen...."

Ein runder Stein bleibt nicht auf der Stelle

Meine Emotionen als Spielball äußerer Einflüsse "Mit meinem Morgenkaffee in der Hand lasse ich mich auf die oberste Stufe der Veranda sinken und schaue verträumt in meinen wunderschönen Garten. Sehe den Schafen beim Weiden und den Katzen beim Sonnenbaden zu. Die Morgensonne streckt ihre ersten Strahlen nach mir aus und wärmt mein Gesicht. Ergeben strecke ich es ihr entgegen. Zufrieden lächelnd freue ich mich auf den Tag und ahne nicht, dass hinter den sich sanft wiegenden Baumkronen eine dunkle Wolke wartet...."

Formschnitt für Gehölze

Beziehungsanalysen "Heute will ich mich den Sträuchern zuwenden. Sie sollen zurückgeschnitten werden. Die Vorstellung, meine geliebten Sträucher mit der Heckenschere zu bearbeiten, jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken. Aber ich weiß, dass es sein muss. Meinem Verstand ist bewusst, dass ich sie nicht wild wachsen lassen kann. Sonst rauben sie sich gegenseitig die Luft zum Atmen oder breiten sich da aus wo sie nicht hin sollen. Mir ist außerdem bewusst, dass ich ihnen etwas Gutes damit tue. Denn sie werden dadurch im Frühjahr umso stärker heranwachsen...."

Bis zum letzten Staubkorn

Perfektion - die Angst vor Fehlern "Frustriert starre ich meinen heutigen Stein an. Er sitzt etwas verkantet unter den oberen Steinen. Eigentlich möchte ich ihn gerne woanders hinsetzen... aber was ist, wenn dann der ganze Steingarten in sich zusammenfällt? Da wo er jetzt ist, gefällt er mir nicht. Aber was ist, wenn ich ihn zerbreche sobald ich ihn versuche herauszuziehen? Ich setze mich auf den Hosenboden und starre weiter diesen Stein an. Nur diesen einen Stein. Wie er kantig hervorragt und meine Vorstellung von meinem Steingarten zunichtemacht. Ich möchte doch einen in sich stimmigen, aufeinander abgestimmten... perfekten Steingarten!..."

Kräutertee auf der Schaukel

Tägliche Rituale zum Durchatmen "Friedlich liegt er heute da, mein Garten. Nach so vielen Stürmen der letzten Jahre, scheint er die Ruhe zu genießen und nimmt dankbar ihre spendende Energie auf. Auch am Kompost bleibe ich kurz stehen. Zufrieden stelle ich fest, dass der Abfall der letzten Wochen durch den starken Regen, den der Sturm mit sich brachte, langsam verrottet...."

Weitere Steine schrubben

"Nein" sagen und Grenzen setzen ""Guten Morgen Welt! Wie geht es Dir heute?" Ich stehe mit meinem Kaffee in der Hand und einer Katze auf der Schulter an den Stufen meiner Veranda, habe mich an den Pfosten gelehnt und strahle mit der Sonne um die Wette. Du siehst mich gerade bei meinem Morgenritual. Denn ich gehe jeden Morgen hinaus, schaue in die Ferne und begrüße die Welt. Irgendwie macht mir das gute Laune. Wobei die heute auch vorher schon da war. Die Sonne scheint, der Himmel ist strahlend blau und die Vögel zwitschern. Meine Katze schnurrt fröhlich auf meiner Schulter vor sich hin und schmiegt ihre Wange an meine. Genau in diesem Moment ist meine Welt perfekt so wie sie ist...."

Steingarten Tag 2

Verlustängste und ihre Symptome "Mit der Tasse Kaffee in der Hand geht es hinaus zu meinem Steingarten. Das Werkzeug habe ich noch liegen gelassen. Für heute habe ich geplant, die Steine zu putzen, sie vielleicht umzusortieren oder hier und da einen zu entfernen. Das wird ja nicht mehr als den Vormittag einnehmen. Denke ich..."