Ich will eine Glaskuppel um meinen Garten!!!

Leben in einem geschützten Rahmen "Ich stehe an einem Scheideweg und das macht mir Angst. Das macht mir so große Angst, dass mir der Angstschweiß in die Augen fließt und meinen Blick verschleiert. In den letzten Monaten habe ich viel erreicht. Ich habe aufgeräumt in meinem Inneren. Habe mich gefragt, wer ich bin, was ich will und was ich nicht will. Wie will ich leben? Wie kann ich leben? Seit zwei Wochen habe ich das Gefühl, diese Arbeit im Großen und Ganzen abschließen zu können. Klar, es gibt immer noch einiges, an dem ich arbeiten kann und auch will, aber das braucht vielleicht noch etwas Zeit und auch die richtige Gelegenheit, um es angehen zu können. Und jetzt? Wie geht es jetzt weiter?" [...]

Gartenruine – Abreißen oder reparieren?

Wie oft kann man etwas reparieren, bis es nicht mehr hält? - Vorsichtig schaue ich mich um. Gewütet hat der Wind. Verstreut finde ich auf dem Rasen Äste und Blätter, umgeknickt sind viele Blumen. Die Fische peitschen unruhig an der Oberfläche, um den Kompost liegt halb kompostiertes verstreut. Dann fällt mein Blick in die Ecke mit den Blatthaufen, die ich dort in den letzten Jahren sorgsam aufgeschichtet habe. Zumindest waren sie dort. Jetzt liegen die Blätter im ganzen Garten verstreut. Dort wo sie lagen, kommt nun etwas anderes zum Vorschein: ein Schutthaufen. Scherben, eingestürzte Mauern, Eisenstangen, Bretter. Schmerzend schnappe ich nach Luft. Mein so ordentlich aufgeräumter Garten, hat nur versteckt, was ich nicht sehen wollte. Verschüttet. Vergessen. Und doch immer dagewesen. [...]

Ein Regal voller Erdpflege

Körperpflege - was brauche ich wirklich? "Es knirscht und knackt unter meinen Füßen. Seitdem der große Regen vorbei ist, ist die aufgeschwemmte Erde ausgetrocknet. Ihre Oberfläche zeigt tiefe Risse und ich kann die Spannung förmlich spüren. Einiges habe ich schon versucht, um ihr zu helfen. Habe sie gegossen - das Wasser versickerte spurlos in den tiefen Rissen, habe versucht sie durch Umgraben aufzulockern - der Spaten schlug auf die Erde wie auf Granit, ich düngte sie - doch der Wind blies den Dünger weg... Was ich auch tat, die Erde ignorierte meine Versuche, ihr zu helfen. Zeit für eine Bestandsaufnahme." [...]

Die Schafe weiden mit einem Bein auf der Flucht

Kann man den Moment festhalten? - "Ich tauche ganz in diese friedliche Szenerie ein. Bin berauscht von ihr und möchte sie am liebsten für die Ewigkeit festhalten. Kurz überlege ich, mein Handy zu holen, um ein Foto zu machen. Doch würde ich aufstehen, würde ich die Friedlichkeit dieses Moments zerstören. Und, was fängt ein Foto schon ein? Nichts außer Formen und Farben. Keine Geräusche, keine Gefühle... Ein Foto ist nur ein billiger Abklatsch von einem wunderschönen Augenblick. Es ist, als würde man ein herrliches Essen genießen und am Abend, beim Zähneputzen, noch ein Stückchen davon zwischen seinen Zähnen wiederfinden. Dieses Stückchen, ist das Foto. Es wäre nichts, ohne die Erinnerung dahinter. Ich zucke kurz bei dem Gedanken. Ganz unmerklich. Doch es reicht aus, um die Szene zu zerstören." [...]

Den Garten aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Wenn Dir nicht gefällt, was Du siehst, schau durch ein Kaleidoskop "Nebel hängt dicht über dem Boden. Der Himmel ist grau. Die Wolken hängen tief und die Luft ist so klamm, dass ich kurz überlege, die Wäsche an der Luft zu waschen. Ich habe eine dicke Steppdecke eng um meine Schultern geschlungen, sie mir sogar über den Kopf gezogen. Es ist kalt. Es ist ungemütlich. Ich mag nicht hier sein. Aber ich muss. Denn ich weiß, dass die Arbeit nur schwerer wird, je länger ich sie liegen lasse. Ich weiß, dass ich da durch muss. Mich fröstelt es. Ich ziehe die Decke noch enger, halte die Tasse mit heißem Kaffee unter meine Nase. Selbst der ist beim Anblick des Gartens nur noch lauwarm." [...]

Windstärke Rot

Druck - Wo kommt er her? "Mutlos starre ich nach dem strömenden Regen der letzten Tage in den Garten. Die Blumen lassen die Köpfe hängen, der Boden ist aufgeweicht und so schwammig, dass er kaum einen Schritt trägt, die Tiere haben sich verkrochen vor dem kalten Nass, vor der Tür zum Gartenhaus liegt ein dicker Ast und versperrt den Zugang, der Komposthaufen ist unter der Wasserlast aufgebrochen, der Teich über sein Ufer getreten, der Apfelbaum hat seine Äpfel abgeworfen, das Gemüsebett ist unterschwemmt und der Nebel steht so dicht, dass ich meine Bäume und Sträucher nicht erkennen kann. So viel Chaos... so viel zu tun. Seufzend lasse ich mich auf den Verandastufen nieder. Wo soll ich nur anfangen? Wie soll ich an mein Werkzeug kommen, wenn der Zugang zum Gartenhaus versperrt ist? Wie soll ich überhaupt den Garten betreten, wenn jeder Schritt zur Rutschpartie wird und dem Boden unter meinen Füßen schadet?" [...]

Grenzen setzen – ein Erfolg

Grenzen setzen - ein Erfolg "Gestern habe ich mich über eine Anfrage einer ehemaligen Kollegin aufgeregt. Nachdem ich überlegt hatte, was mich daran aufregt, war mir klar, dass ich eine Grenze setzen muss. Nicht die Person war es, die mich aufgeregt hat, sondern das Thema. Es ging natürlich um die Arbeit. Die Arbeit, die ich hinter mir gelassen habe. Die Arbeit, die mir viel Leid zugefügt hat. Leid, das ich noch nicht verarbeitet habe. Genau so erklärte ich es ihr dann auch:" [...]

Veranda aufräumen statt Garten umgraben

Druck ablassen und aushalten "Ich stehe hier, mit meiner Zeichnung in der Hand. Vor mir eine brach liegende Fläche. Schön und gut. Ich habe also eine Vorstellung davon, wie mein Leben aussehen soll. Auch Raum habe ich dazu. Aber wie zur Hölle, erwecke ich diese Vorstellung jetzt zum Leben? In meinem Kopf wirbelt es herum... ..."

Unruhe Teil 2

Ich werde sie nicht los, die Unruhe.Sie verfolgt mich, bis in meine Träume.Kriecht in jede Fuge, in jeden Winkel.Die Gedanken rasen in meinem Kopf.Mein Verstand sucht nach einem Ausweg.Mein Körper ist in Alarmbereitschaft.Alle Muskeln angespannt.Er ist eingeschaltet, der Fluchtmodus. ©Sabine Gärtner- 2020Mein innerer Garten

„Dein Garten ist zu unordentlich“

Anforderungen? - Ein Befreiungsschlag "Ein herrlicher Sommertag. Entspannt liege ich mitten auf der Wiese in der Sonne und döse vor mich hin. Da klopft es an mein Gartentor. Unerwarteter Besuch? Wie herrlich! Ich freue mich immer über Besuch und so springe ich erwartungsvoll auf. Als ich das Tor öffne, warten dort gleich mehrere Besucher, die um Einlass bitten. Aber gerne doch! Ich lass sie herein und bitte sie, an meiner langen Tafel auf der Wiese Platz zu nehmen. Als ich mit Kaffee und Kuchen zurückkomme, blicken die fünf Besucher mir skeptisch entgegen. "Nanu", denke ich "was ist denn passiert?". Unsicher stelle ich das Tablett in die Mitte des Tisches und bitte meine Gäste, sich zu bedienen. "Teil doch erstmal die Tassen und Teller aus", fordert mich die ältere Dame mit dem Blumenkleidchen auf. Ich fühle mich unangenehm berührt...."