Nasskalte Wintertage

Winterdepression - lasst sie uns verscheuchen "Die Knie eng an meinen Körper gezogen, den Kopf zwischen den Schultern versteckt, mit klammen Händen die Decke festhaltend, die sich eng um meinen verspannten Körper schlingt. Starr habe ich mich auf meinen Schaukelstuhl verkrochen. Nur meine Augen lugen aus dem zusammengeschnürten Deckenpaket hervor. Fest auf den Garten gerichtet, schauen sie den Regentropfen bei ihrem unaufhörlichen Fall zu. Verkrampft meine Muskeln vom vielen Zittern. Schmerzend erstarrt. Unmöglich sie zur Bewegung zu bringen. Kälte in jedem Winkel meines Körpers. Dumpf hallt das Trommeln des Regens in meinem Kopf wieder, als würde es aus einem tiefen Winkel dessen kommen. Lange schon sitze ich so da und starre in den Garten. Grau grau, grau. Graue Wolken, graue Pfützen, graues Geäst. Grau. Dunkel. Durch meine Augen dringt die Dunkelheit in jeden Winkel meines Körpers und breitet ihre kalten Flügel aus. Und weiter dieses kontinuierliche Trommeln. Tropf, tropf, tropf, tröööt, tropf, tropf, tropf. Schwach kämpft mein Verständnis um Sinn in diesem Lied. Tropf, tropf, trööt. Doch, ich habe richtig gehört. Durch das Trommeln des Regens klingt ein entferntes Geräusch an mein Ohr und durchdringt das Grau in meinem Verstand. "Du musst Dich bewegen", scheint es mir zuzurufen. "Weiß ich doch", antworte ich in Gedanken "aber..."" [...]