Den Garten aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Wenn Dir nicht gefällt, was Du siehst, schau durch ein Kaleidoskop "Nebel hängt dicht über dem Boden. Der Himmel ist grau. Die Wolken hängen tief und die Luft ist so klamm, dass ich kurz überlege, die Wäsche an der Luft zu waschen. Ich habe eine dicke Steppdecke eng um meine Schultern geschlungen, sie mir sogar über den Kopf gezogen. Es ist kalt. Es ist ungemütlich. Ich mag nicht hier sein. Aber ich muss. Denn ich weiß, dass die Arbeit nur schwerer wird, je länger ich sie liegen lasse. Ich weiß, dass ich da durch muss. Mich fröstelt es. Ich ziehe die Decke noch enger, halte die Tasse mit heißem Kaffee unter meine Nase. Selbst der ist beim Anblick des Gartens nur noch lauwarm." [...]

Am Boden

Langsam muss ich mir eingestehen, dass die letzten drei Jahre mehr in mir kaputt gemacht haben, als ich bisher glauben wollte. Ich frage mich, was wohl passiert wäre, wenn ich das nicht durchgezogen hätte. Wenn ich auf mein Bauchgefühl, anstatt auf meinen Verstand gehört hätte. Wo wäre ich jetzt? Und viel wichtiger: Wie würde es … Am Boden weiterlesen

Ein Apfelbaum ohne Äpfel

Selbstbewusstsein - kann man das kaufen? ""Man muss an sich selbst glauben, das ist das Geheimnis." ~Charlie Chaplin~ Ah! Da war das Problem! Danke Herr Chaplin. Glaube an mich selbst... kann man das irgendwo kaufen? Vielleicht gebraucht, auf eBay oder so? Moment, das lässt sich doch herausfinden..." [...]

Windstärke Rot

Druck - Wo kommt er her? "Mutlos starre ich nach dem strömenden Regen der letzten Tage in den Garten. Die Blumen lassen die Köpfe hängen, der Boden ist aufgeweicht und so schwammig, dass er kaum einen Schritt trägt, die Tiere haben sich verkrochen vor dem kalten Nass, vor der Tür zum Gartenhaus liegt ein dicker Ast und versperrt den Zugang, der Komposthaufen ist unter der Wasserlast aufgebrochen, der Teich über sein Ufer getreten, der Apfelbaum hat seine Äpfel abgeworfen, das Gemüsebett ist unterschwemmt und der Nebel steht so dicht, dass ich meine Bäume und Sträucher nicht erkennen kann. So viel Chaos... so viel zu tun. Seufzend lasse ich mich auf den Verandastufen nieder. Wo soll ich nur anfangen? Wie soll ich an mein Werkzeug kommen, wenn der Zugang zum Gartenhaus versperrt ist? Wie soll ich überhaupt den Garten betreten, wenn jeder Schritt zur Rutschpartie wird und dem Boden unter meinen Füßen schadet?" [...]

Veranda aufräumen statt Garten umgraben

Druck ablassen und aushalten "Ich stehe hier, mit meiner Zeichnung in der Hand. Vor mir eine brach liegende Fläche. Schön und gut. Ich habe also eine Vorstellung davon, wie mein Leben aussehen soll. Auch Raum habe ich dazu. Aber wie zur Hölle, erwecke ich diese Vorstellung jetzt zum Leben? In meinem Kopf wirbelt es herum... ..."

Eigenwillig sind die alten Bäume

Wenn wir erwachsen und die eigenen Eltern zu Teenagern werden "Mit meiner morgendlichen Tasse Kaffee, noch im Schlafanzug mit übergeworfener Jacke und Stiefeln, stehe ich unter meiner Esche. Den Kopf habe ich schief gelegt, den Mund nachdenklich verzogen und die Stirn in Falten gelegt. "Was zur Hölle...", murmle ich und mache einige Schritte um die Esche herum. Das muss ich mir doch noch mal aus einem anderen Winkel ansehen. Aber an dem Bild, das sich mir da bietet, ändert sich nichts. Langsam hebe ich meine Kaffeetasse, trinke einen großen Schluck, wende jedoch meinen Blick nicht von dem Ast ab. Der Ast. Der ist wirklich da. Es liegt nicht daran, dass ich noch nicht ganz wach bin. Ich habe ihn mir nicht eingebildet. Er ist da... Wirklich! ..."

„Dein Garten ist zu unordentlich“

Anforderungen? - Ein Befreiungsschlag "Ein herrlicher Sommertag. Entspannt liege ich mitten auf der Wiese in der Sonne und döse vor mich hin. Da klopft es an mein Gartentor. Unerwarteter Besuch? Wie herrlich! Ich freue mich immer über Besuch und so springe ich erwartungsvoll auf. Als ich das Tor öffne, warten dort gleich mehrere Besucher, die um Einlass bitten. Aber gerne doch! Ich lass sie herein und bitte sie, an meiner langen Tafel auf der Wiese Platz zu nehmen. Als ich mit Kaffee und Kuchen zurückkomme, blicken die fünf Besucher mir skeptisch entgegen. "Nanu", denke ich "was ist denn passiert?". Unsicher stelle ich das Tablett in die Mitte des Tisches und bitte meine Gäste, sich zu bedienen. "Teil doch erstmal die Tassen und Teller aus", fordert mich die ältere Dame mit dem Blumenkleidchen auf. Ich fühle mich unangenehm berührt...."

Der Besuch des Trauerschwans

Ohne Nähe keine Wunden...oder? "...Meine Augen brauchten etwas, um sich nach dem Lesen unter der Tischlampe an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ich starte Richtung Teich, hörte das sanfte Platschen auf dem Wasser und dann wieder ein Tröten. Diesmal leiser, unaufgeregter. Bis ich ihn sah. Er schwamm inmitten meines Teiches, zwischen den bereits erblühten Seerosen und reckte seinen langen Hals in die Nachtluft ehe er sich mit ausgebreiteten Flügeln aufrichtete und sich schüttelte. Ich wich zurück. Sein Anblick zog einen Schraubstock um meine Brust. Ich hoffte noch, er würde nur kurz Rast machen, doch dann schob er seinen roten Schnabel unter seinen schwarzen Flügel und mir war klar, er würde bleiben. Der Trauerschwan...."

Wie könnt ich wegsehen, wenn Deine Krone sich im Sturm neigt

Tipps gegen Quarantäne-Koller "Ein herrlich sonniger Tag... eigentlich. Windstill... eigentlich. Wolkenlos... eigentlich. Kein Schädling in Sicht... eigentlich. Mein Garten liegt in strahlendem Sonnenschein, die Schafe weiden (dabei sind sie immer die ersten, die bei dem geringsten Anflug eines Sturms verschwinden), die Bienen summen und die Vögel zwitschern. Hier, in meiner eigenen kleinen Welt, innerhalb meines efeuumrankten Zauns, ist die Welt in Ordnung. Doch etwas, macht mich stutzig. Es sind die Bäume und Sträucher, die über meinen Zaun hinaus ragen. Es sind ihre Kronen, die sich im Wind beugen...."

Schaufel für Schaufel – liebevolles Umgraben

Veränderung - der zaghafte erste Schritt "Guten Morgen! Guten Morgeeeeeen!! GUTEN MORGEEEEEENNNN!!!!!! Strahlend stehe ich heute auf den Stufen meiner Veranda und blicke in meinen Garten. Und der? Der strahlt zurück! Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Kronen meiner Bäume, zerstreuen sich in ihnen, stürzen sich durch die Äste, um ihr zartes Licht auf bunte Blumen, blühende Büsche und auf frischgrüne Knospen zu werfen. Die frischen Farben fangen das Licht ein, saugen es auf und werfen es samt ihrer bunten Farben in die Welt hinaus. Auch die Tautropfen empfangen die zarten Sonnenstrahlen aufgeregt. Sie brechen ihr Licht, zerstreuen es in alle Regenbogenfarben, um dann in ihrem Farbenmeer einen glitzernden Tanz zu vollführen. Strahlend schön dieses Zusammenspiel aus Licht und Farbe. ..."