Gartenruine – Abreißen oder reparieren?

Wie oft kann man etwas reparieren, bis es nicht mehr hält? - Vorsichtig schaue ich mich um. Gewütet hat der Wind. Verstreut finde ich auf dem Rasen Äste und Blätter, umgeknickt sind viele Blumen. Die Fische peitschen unruhig an der Oberfläche, um den Kompost liegt halb kompostiertes verstreut. Dann fällt mein Blick in die Ecke mit den Blatthaufen, die ich dort in den letzten Jahren sorgsam aufgeschichtet habe. Zumindest waren sie dort. Jetzt liegen die Blätter im ganzen Garten verstreut. Dort wo sie lagen, kommt nun etwas anderes zum Vorschein: ein Schutthaufen. Scherben, eingestürzte Mauern, Eisenstangen, Bretter. Schmerzend schnappe ich nach Luft. Mein so ordentlich aufgeräumter Garten, hat nur versteckt, was ich nicht sehen wollte. Verschüttet. Vergessen. Und doch immer dagewesen. [...]

Düngen – braucht wirklich jeder das Gleiche?

Was braucht der Mensch? - "Seit einiger Zeit unterhalte ich mich mit einem Bekannten immer mal wieder über das Thema Liebeskummer. Warum? Weil wir ihn eben beide momentan habe, wenn auch die Situationen völlig andere sind. Aber die Sehnsucht, das Vermissen, kennen wir beide. Nun versuchen wir uns gegenseitig zu helfen und geben uns Ratschläge. Doch irgendwie treffen die nicht auf fruchtbaren Boden. Warum nicht? Ich kann seine nicht annehmen, weil sie fernab meiner Überzeugungen liegen und er kann meine nicht annehmen, weil er eine andere Vorstellung vom Leben hat. Wieder einmal wird mir bewusst, dass wir die Situation des anderen immer nur aus unserer Position heraus betrachten. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn manchmal kann es dem anderen helfen, seine Situation einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dennoch sagt der Ratschlag mehr über uns als über ihn aus." [...]

Der undurchdringliche Nebel

Willkommen Depression "Ein grauer Schleier, raubt mir die Sicht. Ich höre Stimmen, doch sehen, kann ich nur dunkle Schatten hinter der Nebelwand. Sie rufen mir etwas zu, doch ich kann sie nicht verstehen. Der Nebel verzerrt ihre Stimmen. Ich laufe auf die Schatten zu, will die Nebelwand durchbrechen. Doch meine Beine werden schwer. Der Nebel hält mich zurück. Er lahmt meine Muskeln und legt sich schwer auf meine Glieder. Ich rufe den Stimmen zu, doch sie antworten nicht. Ich versuche es wieder, forme mit meinen Händen einen Trichter vor meinem Mund und brülle aus Leibeskräften. Ich lausche meiner Stimme, nicht mehr als en Krächzen. [...]

Das macht „man“ nicht

Darf "man" das? Eine Frage, die sich scheinbar viele Menschen im Laufe des Tages teilweise sogar mehrmals stellen. Das ist auch wunderbar, denn es gibt auf diese Fragen tolle Antworten, die teils seit Generationen übermittelt wurden. So hört man immer wieder Sätze wie "Man" putzt freitags oder samstags den Flur, "Man" liest jeden Tag die … Das macht „man“ nicht weiterlesen

Ein Regal voller Erdpflege

Körperpflege - was brauche ich wirklich? "Es knirscht und knackt unter meinen Füßen. Seitdem der große Regen vorbei ist, ist die aufgeschwemmte Erde ausgetrocknet. Ihre Oberfläche zeigt tiefe Risse und ich kann die Spannung förmlich spüren. Einiges habe ich schon versucht, um ihr zu helfen. Habe sie gegossen - das Wasser versickerte spurlos in den tiefen Rissen, habe versucht sie durch Umgraben aufzulockern - der Spaten schlug auf die Erde wie auf Granit, ich düngte sie - doch der Wind blies den Dünger weg... Was ich auch tat, die Erde ignorierte meine Versuche, ihr zu helfen. Zeit für eine Bestandsaufnahme." [...]

Die Schafe weiden mit einem Bein auf der Flucht

Kann man den Moment festhalten? - "Ich tauche ganz in diese friedliche Szenerie ein. Bin berauscht von ihr und möchte sie am liebsten für die Ewigkeit festhalten. Kurz überlege ich, mein Handy zu holen, um ein Foto zu machen. Doch würde ich aufstehen, würde ich die Friedlichkeit dieses Moments zerstören. Und, was fängt ein Foto schon ein? Nichts außer Formen und Farben. Keine Geräusche, keine Gefühle... Ein Foto ist nur ein billiger Abklatsch von einem wunderschönen Augenblick. Es ist, als würde man ein herrliches Essen genießen und am Abend, beim Zähneputzen, noch ein Stückchen davon zwischen seinen Zähnen wiederfinden. Dieses Stückchen, ist das Foto. Es wäre nichts, ohne die Erinnerung dahinter. Ich zucke kurz bei dem Gedanken. Ganz unmerklich. Doch es reicht aus, um die Szene zu zerstören." [...]

Den Garten aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Wenn Dir nicht gefällt, was Du siehst, schau durch ein Kaleidoskop "Nebel hängt dicht über dem Boden. Der Himmel ist grau. Die Wolken hängen tief und die Luft ist so klamm, dass ich kurz überlege, die Wäsche an der Luft zu waschen. Ich habe eine dicke Steppdecke eng um meine Schultern geschlungen, sie mir sogar über den Kopf gezogen. Es ist kalt. Es ist ungemütlich. Ich mag nicht hier sein. Aber ich muss. Denn ich weiß, dass die Arbeit nur schwerer wird, je länger ich sie liegen lasse. Ich weiß, dass ich da durch muss. Mich fröstelt es. Ich ziehe die Decke noch enger, halte die Tasse mit heißem Kaffee unter meine Nase. Selbst der ist beim Anblick des Gartens nur noch lauwarm." [...]

Am Boden

Langsam muss ich mir eingestehen, dass die letzten drei Jahre mehr in mir kaputt gemacht haben, als ich bisher glauben wollte. Ich frage mich, was wohl passiert wäre, wenn ich das nicht durchgezogen hätte. Wenn ich auf mein Bauchgefühl, anstatt auf meinen Verstand gehört hätte. Wo wäre ich jetzt? Und viel wichtiger: Wie würde es … Am Boden weiterlesen

Ein Apfelbaum ohne Äpfel

Selbstbewusstsein - kann man das kaufen? ""Man muss an sich selbst glauben, das ist das Geheimnis." ~Charlie Chaplin~ Ah! Da war das Problem! Danke Herr Chaplin. Glaube an mich selbst... kann man das irgendwo kaufen? Vielleicht gebraucht, auf eBay oder so? Moment, das lässt sich doch herausfinden..." [...]

Windstärke Rot

Druck - Wo kommt er her? "Mutlos starre ich nach dem strömenden Regen der letzten Tage in den Garten. Die Blumen lassen die Köpfe hängen, der Boden ist aufgeweicht und so schwammig, dass er kaum einen Schritt trägt, die Tiere haben sich verkrochen vor dem kalten Nass, vor der Tür zum Gartenhaus liegt ein dicker Ast und versperrt den Zugang, der Komposthaufen ist unter der Wasserlast aufgebrochen, der Teich über sein Ufer getreten, der Apfelbaum hat seine Äpfel abgeworfen, das Gemüsebett ist unterschwemmt und der Nebel steht so dicht, dass ich meine Bäume und Sträucher nicht erkennen kann. So viel Chaos... so viel zu tun. Seufzend lasse ich mich auf den Verandastufen nieder. Wo soll ich nur anfangen? Wie soll ich an mein Werkzeug kommen, wenn der Zugang zum Gartenhaus versperrt ist? Wie soll ich überhaupt den Garten betreten, wenn jeder Schritt zur Rutschpartie wird und dem Boden unter meinen Füßen schadet?" [...]