Die Angst Ich selbst zu sein

"Es ist verhext! In meinem Leben habe ich immer wieder tolle Angebote bekommen, sowohl beruflich, als auch privat. Angebote, die mich weitergebracht hätten, die mich teilweise sogar meinen Träumen näher gebracht hätten. Hätten... ja, das hast Du richtig gelesen, sie hätten. Warum sie es nicht getan haben? Na weil sie dafür erst ein mir vorbei müssten und das ist nun mal leider fast unmöglich. Doch warum ist das so? Warum schlage ich ständig Angebote aus, verweigere das Verlassen meines eingetrampelten Pfades? Was zur Hölle macht mir nur solche Angst, dass ich lieber verbittert hier stehenbleibe, anstatt mir einen neuen Weg zu bahnen? Ich muss nicht überlegen, denn ich weiß es längst. Ich kenne meine Ängste: Versagensängste, denn ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das, was mein Gegenüber, also derjenige mit dem tollen Angebot, in mir sieht, nicht existiert." [...]

Wenn Nähe Angst macht

"Je mehr ich Dich mag, umso schwerer fällt es mir, nett zu Dir zu sein. Denn je mehr ich Dich mag, umso mehr schließe ich Dich in mein Herz, umso näher kommst Du mir. Kommst Stück für Stück hinter meine dicke Mauer. Doch die Nähe ist es, die mir Angst macht. Nähe macht verletzbar. Offen liegt dann meine rohe, geschundene Haut. Bemüht sie zu schützen, ziehe ich hastig Stacheldraht um mich herum. Verletzen wird er Dich nun, kommst Du mir zu nah. Verletzen wird er auch mich, so weisen die Stacheln doch nie nur in eine Richtung." [...]

Ernstes Wörtchen… mit mir selbst

Meine liebe Biene,
ich sehe mir nun schon seit zwei Wochen an, wie Du Dich hängen lässt. Du sitzt nur da und wartest, dass der Tag, die Woche, der Monat vorbei gehen. So gut hast Du Dich dieses Jahr um Dich selbst gekümmert und nun... Nun hast Du aufgehört, auf Dich zu achten. Du hast den Atem angehalten, als könntest Du damit die Welt anhalten. Liebe Biene, die Welt dreht sich trotzdem weiter. [...]

Das versteckte Gefühl der Einsamkeit

Psychocrash... nackte Emotionen... Verletzlichkeit... jegliche Fassade fällt. Laut schluchzend stehe ich inmitten meiner Küche. Ich weiß nicht weiter, weiß nicht, wie ich das alleine schaffen soll. Blicke mich um. Alleine. Ich bin alleine. Dann blicke ich zurück zur Wand. Nass. Ich wanke zurück ins Schlafzimmer und starre dort auf die Wand. Nass. Die Verzweiflung zwingt mich in die Knie. Fast schon schreiend bricht all der Kummer der letzten Wochen aus mir heraus. Ich heule und kann nicht aufhören zu heulen. Wie soll ich das alleine stemmen... Alleine. Immer alleine. [...]

Falsche Gefühle

"Ich kann mich nicht für sie freuen."
"Das musst Du doch auch gar nicht."
Verwirrt starre ich auf mein Handy. Wie jetzt?

Einsam steht der Baum, in Fülle seiner Kräfte

Heilsames Alleinsein "Vor und zurück, wippt mein Schaukelstuhl. Wiegt mich sanft und wohl behütet. Lächelnd schweift mein Blick durch meinen Garten. Ruhig ist es hier in letzter Zeit. Zumindest meist. Kein Sturm, keine ungebetenen Gäste, keine Unruhe, keine Schäden. Nur die fröhlich singenden Vögel und zwei schnurrende Katzen leisten mir Gesellschaft. Ich will ihn festhalten, diesen Moment. Will, dass es so bleibt. Will dort sitzen, verewigt wie auf einem Foto. Will alles draußen halten, was mein Bild stört und ihn genießen, den Moment, auf ewig." [...]

Vielleicht musste ich mich erst verlieren, um mich zu finden

"Ich schaue zurück. Sechs Monate sind inzwischen vergangen. Zerrissen und verloren fand ich mich am Boden liegend. Erschöpft, leer und so schmerzhaft weit von mir entfernt, dass ich mich selbst nicht mehr erkannte. Wer war dieser Mensch dort im Spiegel? In meinem Herzen spürte ich eine klaffende Wunde. Unstillbar brannte sich dort eine Sehnsucht ein, die zu verstehen ich nicht im Stande war. Ich war leer und ausgebrannt. Mein Ich lag in tausend Scherben vor mir am Boden." [...]

Wenn wir etwas hinter eine Mauer sperren, ist es trotzdem noch da

"Es gibt Themen, die so schmerzhaft sind, dass man nicht einmal einen kurzen Gedanken daran hegen will. Wir verstecken sie hinter Türen, schließen sie ein und wagen nicht einmal einen Blick durchs Schlüsselloch. Aber sie sind da. Sie werden immer da sein. Und das Schlimme ist, dass wir genau das wissen."

Offener Brief

Mir brennt etwas auf der Seele. Ich habe das Bedürfnis, mich euch zu erklären. Euch, die ihr mir nahe steht. Ich möchte euch erzählen, was in dem letzten dreiviertel Jahr meines Lebens passiert ist. Ich weiß, dass ich mich von vielen zurückgezogen habe. Ganz bewusst. Ich brauchte Zeit für mich. Ruhe. Ohne Einflüsse von außen. Ich musste in Zwiesprache gehen, musste auf meine Stimme lauschen und dazu war es nötig, alle Ablenkungen von außen auszuschalten.

Aus dem Gleichgewicht gefallen

Ich denke an ihn. Immer und immer wieder. Gehe Situationen und Gespräche durch. Male mir neue Szenarien aus. Es ist nicht er, der mich süchtig nach sich macht, es ist das Gefühl, das er in mir heraufbeschwört. Das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, im Gefühlsleben eines anderen der Mittelpunkt zu sein, begehrenswert zu sein. Es … Aus dem Gleichgewicht gefallen weiterlesen