Ein runder Stein bleibt nicht auf der Stelle

Meine Emotionen als Spielball äußerer Einflüsse

"Du brauchst keinen Lehrer,
der dich beeinflusst.
Du brauchst einen Lehrer,
der dich lehrt,
dich nicht mehr beeinflussen zu lassen."
~Dalai Lama~

Friedlich liegt er heute wieder da, mein Garten. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, Blumen erblühen in den tollsten Farben, die frisch geschnittenen Sträucher treiben ihre ersten Knospen auch, die Kronen der Bäume wiegen sich sanft im Wind… ein traumhafter Tag! Mit meinem Morgenkaffee in der Hand lasse ich mich auf die oberste Stufe der Veranda sinken und schaue verträumt in meinen wunderschönen Garten. Sehe den Schafen beim Weiden und den Katzen beim Sonnenbaden zu. Die Morgensonne streckt ihre ersten Strahlen nach mir aus und wärmt mein Gesicht. Ergeben strecke ich es ihr entgegen. Zufrieden lächelnd freue ich mich auf den Tag und ahne nicht, dass hinter den sich sanft wiegenden Baumkronen eine dunkle Wolke wartet.

Äußere Einflüsse haben ungehinderten Zugang zu meinen Emotionen

Mich in meiner inneren Mitte einzupendeln, das kann ich inzwischen ganz gut. Okay, manchmal dauert es ein Weilchen, aber ich habe Mittel und Wege, wie ich das hinbekomme. Ja… so lange ich alleine bin! Aber sobald andere Menschen in mein Leben kommen, wird das mit der Ausgeglichenheit ganz schön schwierig. Vor allem, wenn die schlechte Laune verbreiten, mich unter Druck setzen oder mich angreifen. Das am besten noch über einen längeren Zeitraum hinweg und es ist absehbar was passiert: Mir geht es schlecht! Ich kann nicht mehr abschalten, ich werde depressiv, habe keine Energie mehr und sehe die Welt nur noch in dunklen Farben. Das sanfte Licht meiner inneren Mitte kann ich, wenn ich Glück habe, noch als kleinen Funken in der Ferne sehen. Es nervt! Warum bringen mich andere Menschen so sehr aus der Ruhe?! Besonders wenn es Menschen sind, die ich nicht mal leiden kann, geht mir das tierisch auf die Nerven. Warum zur Hölle gebe ich diesen Menschen so eine Macht über mich?

In welcher Situation zeigt sich meine Schwäche?
Wann zeigt sie sich nicht?! Gut, besonders schlimm ist es im Job. Das liegt aber auch daran, dass ich der Situation nicht entfliehen kann. Ich bin ihr viele Stunden am Tag ausgesetzt und ich muss am nächsten Tag wieder dahin. Wenn mich privat jemand negativ beeinflusst, dann kann ich mir eine Auszeit nehmen und gut ist. Doch im Job… da gehe ich dann jeden Tag mit Magenschmerzen hin.
Doch auch hier habe ich schon viel erreicht. Eine spitze Bemerkung auf einer Familienfeier, habe ich in der Regel abends schon verarbeitet. Noch vor zehn Jahren, hätte ich mich danach gänzlich abgewertet, mich selbst bestraft und mir wäre es mindestens eine Woche lang schlecht gegangen.

Was für ein Gefühl löst sie in mir aus?
Ist Depression ein Gefühl? Naja, im schlimmsten Fall löst es das jedenfalls aus. Zudem hält mich eine Angst fest umklammert. Die Angst, dass es am nächsten Tag wieder so schlimm wird (hier wieder das Beispiel mit dem Job). Ich bekomme also Angst vor der jeweiligen Situation oder vor dem Treffen mit dem jeweiligen Menschen. Alles in mir sträubt sich. Und dann ist da diese Machtlosigkeit. Ich fühle mich der Situation und dem Einfluss völlig machtlos ausgeliefert. Ich bin gefangen in einem Strudel aus negativen Emotionen.

Was für eine Reaktion löst sie aus?
Glücklicherweise treibt mich das nicht mehr in die Selbstbestrafung. Aber sie löst eine Fluchtreaktion bei mir aus. Ich will einfach nur noch weg, der Situation entfliehen, wegrennen und mich nicht mehr umdrehen. Auch mein Körper reagiert: Er verspannt sich, ich bekomme Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Reflux, Erschöpfung, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit… naja und manchmal denkt er sich auch was Neues aus. Der negative Einfluss beschäftigt mich den ganzen Tag. Ständig kreisen meine Gedanken um ihn, auch wenn ich immer wieder versuche, das zu stoppen. Es kostet mich unfassbar viel Energie, diesem dauernden Einfluss etwas entgegenzusetzen. Ich meditiere, versuche die Situationen neutral zu betrachten, versuche mich abzulenken, mich mit positiven Menschen zu umgeben… aber auf Dauer hilft es nicht.

Woher kommt diese Schwäche?
Das weiß ich doch nicht! Okay, jaja ich weiß, das ist nicht hilfreich. Aber meine erste Reaktion musste raus. Gut, also noch mal durchatmen und die Gedanken sortieren…

Ich erinnere mich an eine Situation in meiner Kindheit. Ich muss ca. 8 Jahre alt gewesen sein. Damals ging ich einmal die Woche, ich glaube es war donnerstags, zum Judo-Training. Mir machte das viel Spaß. Die Trainer mochte ich und ich stellte mich gar nicht mal schlecht an. Eines Tages nahm ich eine Klassenkameradin mit zum Training, sie wollte sich das mal ansehen. Sie benahm sich völlig albern, ärgerte die Trainer… und ich machte mit. Im Nachhinein war mir das so peinlich, dass ich nie wieder zum Training ging…

Gut, vor unangenehmen Situation fliehen, das konnte ich also schon immer gut. Scheint wohl so, als hätte ich einfach nie gelernt damit umzugehen. Da bin ich heute schon weiter und kann mich solchen Situation durchaus aussetzen, wenn mir das Ziel oder der Sinn dahinter wichtiger erscheinen.
All das erklärt aber noch nicht, warum andere Menschen eine solche Macht über meine Emotionen haben. Ich muss weiter suchen…
Gut, ich bin ein sehr sensibler Mensch… sehr emotional… ach Moment! Ich hab es doch schwarz auf weiß: Ich habe eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung Typ Borderline. Was genau heißt das aber, auf mein Problem bezogen? Die Recherche beginnt…

Auf psychiatrie.de finde ich einen ersten Hinweis:
Stimmungsschwankungen: Borderline-Betroffene erleben schnelle Stimmungswechsel. Zusätzlich sind sie sehr empfänglich für die Stimmungen ihrer Mitmenschen. (…)
Schön und gut… aber das reicht mir nicht. Dass es so ist, weiß ich selbst. Aber WARUM ist das so???

Ich gehe das Ganze etwas wissenschaftlicher an… und werde schnell auf aerztliches-journal.de fündig:
„Die emotionale Überempfindlichkeit von Borderline-Patientinnen wird begleitet von einer erhöhten Aktivität spezifischer Spiegelneuronen […] Diese Nervenzellen werden bereits durch die Beobachtung von Handlungen und die Fremdwahrnehmung von Gefühlen stimuliert. Sie sind damit entscheidend für das Lernen durch Nachahmung und das Nacherleben von Emotionen. Als eine Art Resonanzsystem im Gehirn reagieren diese besonderen Nervenzellen sehr sensibel auf die Gefühle und Stimmungen anderer, weshalb sie nicht nur für die Empathie-Fähigkeit des Menschen entscheidend sind, sondern auch eine Schlüsselrolle bei der so genannten emotionalen Ansteckung spielen.“
Weiter heißt es dort:
„Ein weiterer Befund, der bei der Untersuchung zutage trat, war für das Forscher-Team noch überraschender. So war auf den MRT-Aufnahmen im Vergleich mit der gesunden Kontrollgruppe deutlich zu erkennen, dass es weitere Unterschiede im präfrontalen Cortex gab. Hier zeigte sich, dass bei den BPS-Patientinnen ein Bereich weitaus weniger stark aktiviert war, der für die kognitive Beurteilung von Gefühlszuständen Anderer entscheidend ist. Dieser Bereich ist für die sogenannte „Mentalisierung“ verantwortlich, also für die reflektive Einstufung von Gefühlswahrnehmungen. Diese Mentalisierung braucht es, um die Absichten und Motivationen anderer Menschen einschätzen zu können. „Dieser Befund könnte erklären, warum es den Borderline-Betroffenen so schwer fällt, sich in andere hineinzuversetzen und deren Perspektive zu übernehmen“, meint PD Dr. Zrinka Sosic-Vasic, Erstautorin der im Journal „NeuroImage: Clinical“ veröffentlichten Studie.“

Ahja… also in meinem Gehirn gibt es zum einen hyperaktive Nervenzellen und zum anderen faule Nervenzellen.

Und plötzlich fällt ein Monsunregen über meinen Garten her. Er wirft mich zu Boden und ich drohe in den schnell entstandenen Pfützen zu ertrinken.

Ich muss hier kurz abbrechen. Denn mich hat plötzlich eine Verzweiflung gepackt die mich, wenn ich ehrlich bin, schon gestern Abend ereilte. Doch da habe ich sie noch nicht ernst genommen. Jetzt brach sie zusammen mit einem Schwall an Tränen aus mir heraus. Ich versuche sie zu fassen, die Gedanken, die durch meinen Kopf rasen:
Ich will da nicht mehr raus!
Ich will mich der Welt nicht mehr aussetzen müssen.
Ich will nach meinem Tempo leben.
Ich will selbst entscheiden, wann und wie lange ich mich welchen Situationen aussetze. Denn ich bin so oft überfordert von dieser Welt und ihr so hilflos ausgeliefert. Warum kann ich nicht einfach hier bleiben und entscheiden, wann und wie lange ich da raus gehe??? Hier geht es mir gut. Hier habe ich genug Zeit für mich, finde genug Ruhe.
Im Moment erscheint es mir unvorstellbar, jemals wieder einen normalen Job anzunehmen. Dort wo ich Erwartungen, Druck, Stress und anderen negativen Einflüssen ausgesetzt bin… ich will da nicht mehr hin! Bitte gib mir einen Ausweg…. (Nein, keine Sorge! Mich ereilen gerade keine Suizidgedanken. Warum sollte ich aus dem Fenster springen, wenn es mir hier doch gut geht?)

Doch ich bin stark! Ich bin stärker als der Regen! Entschlossen stemme ich meine Hände in den Boden und drücke mich mit aller Kraft hoch, bis ich mein Gesicht aus dem kalten Nass heben kann. Keuchend ringe ich nach Luft. Nein! Du kriegst mich nicht klein! Und siehe da, die Wolke verschwindet und ein frecher Sonnenstrahl kitzelt meine feuchte Nase. Lachend sehe ich der Wolke nach.

Okay…. ich atme tief durch…. versuche mich wieder zu fokussieren…. und versuche weiter im Text zu machen….

Wo war ich stehengeblieben? Achja… woher kommt meine Anfälligkeit für äußere Einflüsse? Ich fasse noch mal zusammen: In meinem Hirn sitzen hyperaktive und faule Nervenzellen. Also quasi ein aufgedrehtes HB-Männchen und ein Couch-Potato. Die Vorstellung bringt mich zum Lachen. Da hüpft ein batteriebetriebenes, aufgedrehtes blaues Stoffhäschen auf Drogen auf und ab während im Zimmer nebenan ein beleibter, ungepflegter Mann mittleren Alters auf einer zerschlissenen Couch liegt, um ihn herum leere Bierflaschen und Fast-Food Verpackungen. Ich schmeiß mich weg! Apropos Stimmungsschwankungen: Ich lache mich hier gerade halb tot… vor wenigen Minuten habe ich noch vor tiefer Verzweiflung geheult wie ein Schlosshund. Das ist anstrengend! Für jemanden, der solche Schwankungen nie erlebt hat, dieses Gefühl, seinen eigenen Emotionen völlig ausgeliefert sein, dem wird das vollkommen irreal erscheinen. Für mich ist es Alltag.

Schadet sie mir?
Muss ich darauf noch antworten? Ich denke, das habe ich gerade sehr anschaulich bewiesen, dass mir diese Stimmungsschwankungen schaden. Und ja, natürlich schadet es mir auch, wenn ich äußeren Einflüssen so sehr ausgesetzt bin. Diese Schwankungen sind furchtbar energiezehrend und auch der Versuch gegen die Einflüsse anzukämpfen, kostet mich unfassbar viel Kraft. Ich erinnere mich an Zeiten, da fiel es mir schwer, mir morgens die Zähne zu putzen, zu duschen, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, meine Wohnung zu putzen… all das überforderte mich. Warum? Weil mir der Kampf gegen meine Emotionen und gegen die Einflüsse völlig vereinnahmte.

Lösungsansätze
Gut, Suizid, das haben wir eben geklärt, ist keine Lösung. Warum nicht? Weil das Leben schön ist! Nur die Menschen sind manchmal doof… Aber eben auch nicht alle, also bleibt das Fenster zu!
Sich verstecken? Oh bitte ja! Wenn mir einer sagt, wie ich es schaffe, mein Leben nach meinem Tempo leben zu können und mich nur dann den äußeren Einflüssen aussetzen kann, wenn es meine innere Stärke zulässt und eben auch nur so lange wie es mir nicht schadet, dann bin ich sofort dabei! Ich wünschte, ich könnte in einer einsamen Waldhütte leben und vom Bücherschreiben leben… Ehrlich, das wäre meine ideale Lösung. Gut, man wird ja noch träumen dürfen…
Was haben wir noch? Meditieren, positive Einflüsse suchen, Auszeiten nehmen wenn gar nichts mehr geht, Sport gegen Anspannung…
–> kurz: Skills zur Emotionsregulation

Und plötzlich dreht er wieder, der Wind. Die Wolke kehrt zurück und wieder drückt mich der Monsunregen in den Matsch. Laut prasselt der Regen auf meine kleine Welt. Kein Vogel ist mehr zu hören, keine Farbe durch die graue Wolke mehr zu sehen. Doch dann höre ich es. Ein schmatzendes, gleichmäßiges Geräusch. Es kommt näher. Schritte im Matsch. Bleiben plötzlich neben mir stehen.

Ich gönne mir eine kurze Schreibpause. Stehe unter der Dusche und spüre das Wasser über mein Gesicht fließen. Spüre es, bis es salzig schmeckt. Und plötzlich bricht es wieder über mich herein. Heulend, schluchzend, nach Atem ringend breche ich unter der Dusche zusammen.
Was war passiert?
Die Sorgen die mich momentan erdrücken, ich habe sie nicht ernst genommen. Und jetzt verschaffen sie sich Gehör. Die Angst, wie es weitergehen soll. Der Druck, den ich dadurch spüre. Und auch die Gewissheit, dass es so nicht weiter gehen kann. In den letzten Jahren habe ich versucht, „normal“ zu leben und den „Erwartungen“ zu entsprechen. Borderline, das war irgendwie kaum noch ein Thema. Das hab ich doch nahezu austherapiert… dachte ich… dachte sich auch mein Umfeld. Ist ja auch einfacher damit umzugehen. Ist halt eine Krankheit. Ich war im Krankenhaus, mehrfach, wurde ambulant behandelt, habe Medikamente bekommen. Krankheit geheilt. Ich versuchte stark zu sein, wollte nicht, dass sich jemand Sorgen um mich macht. Ich wollte wieder das fröhliche kleine Mädchen sein, auf das man stolz sein kann, das keinen Ärger macht. Doch so einfach ist es nicht. Ich habe eine Persönlichkeitsstörung. Die wird mich begleiten, für den Rest meines Lebens. Nur weil ich keine Wunden mehr an meinen Armen habe, meine Haare nicht mehr schwarz färbe und weil ich lachen kann, ist die Krankheit noch lange nicht weg. Hinter mir liegt ein langer und harter Kampf. Heute kann ich mit dieser Störung ganz gut umgehen, meist habe ich sie gut im Griff, aber sie ist da. Ich habe dafür gekämpft, dass ich wieder leben kann ohne dass sie ständig ihren Schatten über mich wirft. Aber sie ist trotzdem da. Auch wenn die Vorstellung nicht schön ist, die Augen vor ihr zu verschließen, macht es nicht besser. Denn was man versucht zu verdrängen, bricht irgendwann wieder aus einem heraus. Und dann ist man machtlos.
Und so stehe ich jetzt hier. Verzweifelt. Ich weiß nicht, wie ich mein Leben mit dieser Störung leben soll. Weiß nicht, wie ich es gestalten soll, damit ich trotz ihr leben kann.

Eine Angst kriecht in mir hoch. Eine alte, längst vergessene Angst. Ich halte meinen Atem an und lausche. Doch außer dem Regen kann ich nichts hören. Zitternd versuche ich Mut zu fassen und sage mir selbst: „Entweder bleibst du jetzt liegen und ertrinkst, oder du stellst dich dem, was da auf dich wartet.“ Ich bin mutig… das sagt man über mich. Auch wenn ich es selbst nicht glauben mag, versuche ich jetzt meinen Freunden zu glauben, die das über mich sagen. „Du bist mutig!“ Ruckartig stemme ich mich hoch, reiße den Kopf herum und starre es an. Das Monster, das einst meinen Garten beherrschte, mich das Fürchten lehrte. Fast hatte ich es vergessen, doch all die Jahre war es da. Versteckt im Schatten. Aber immer da. Ich starre es an. Und werde wütend. Ich balle die Fäuste, hole tief Luft und schreie es an: „Nein! Diesmal nicht! Ich habe keine Angst mehr vor Dir!“

Bitte entschuldige, dass ich heute so oft unterbrechen muss. Aber das hier ist kein Fachvortrag, das ist mein Leben. Und das verläuft weder geradlinig, noch hält es sich an einen Plan.

So, aber nun hoffentlich weiter im Text:
Wo war ich? Achja… Lösungsansätze. Also gut:
– Skills zur Emotionsregulierung
– Resilienz aufbauen
Das klingt schon wieder alles nach leeren Worten. Füllen wir sie also mit Leben!

Welche Werkzeuge stehen mir zur Verfügung?
Netzwerk: Ich habe ein stabiles soziales Umfeld, auf dass ich mich stützen kann… ich muss nur gezielt um Hilfe bitten, da wo ich sie brauche… schwierig, aber nutzt ja nichts.
Softskills: Jaja, ich bin sehr lösungsorientiert, organisiert und diszipliniert. Ich habe schon viel geschafft und ich muss einfach nur weiter gehen. Schritt für Schritt.
Reflexion: Situationen reflektieren, etc… Hilft bei Resilienz.

Welche Aufgaben ergeben sich daraus?
– Üben, üben, üben… Es ist so mühsam! Aber es nutzt ja nichts…
– Skills ausarbeiten, die mir dabei helfen
– Resilienz-Übungen verinnerlichen
– Achtsamkeit üben
– mein Netzwerk einspannen
– Ehrlichkeit mir selbst gegenüber… und auch anderen gegenüber…

Hast Du schon einmal versucht, einen runden Stein dazu zu bringen, starr an einer Stelle zu verweilen? Falls ja, dann weißt Du wie ich mich jetzt fühle. Ausgelaugt, etwas verzweifelt, etwas demotiviert… Ich hatte ihn gerade schön in eine Kuhle gelegt und dachte „super! von da kann er ja nicht weg“ als der Regen einsetzte. Als ich mich wieder an die Arbeite machte, lag der Stein wieder auf dem Boden. Das gibt es doch nicht! Wieder legte ich ihn in seine Kuhle zurück. Aber kaum kam er da zur Ruhe, setzte der nächste Regen ein. Für heute, lasse ich ihn in seiner Kuhle. Aber warte! Ich werde wiederkommen und dann mit einem besseren Plan.
Und das Monster? Das konnte ich in seinen Schatten zurück drängen. Doch kaum verschwand es da, stand der Fuchs vor mir, legte seinen Kopf schräg und sah mich erwartungsvoll an. Ich lachte und wollte ihm gerade etwas zu essen holen, da schnitt er mir den Weg ab. Irritiert schaute ich ihn nur an. Da kam er auf mich zu, strich wie eine Katze seine Flanke an mein Bein und ging langsam auf den Schatten zu, in dem das Monster verschwunden war. Dort drehte er sich um und schaute mich wieder erwartungsvoll und mit geneigtem Kopf an. „Nein“, sagte ich leise und wich zurück. Da lächelte der Fuchs und sagte sanft: „Du kannst es nicht vertreiben, hier ist sein Zuhause.“

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